Willkommen bei den Eisenbahnfreunden Kassel e.V.

Seit 1975 geben wir die Vereinszeitung "Plattform" heraus und informieren unsere Mitglieder über das Vereinsgeschehen, Termine und interessante Themen aus dem Bahn- und Straßenbahnbetrieb. Dies soll auch weiterhin der Fall bleiben, nur das Medium wird den aktuellen Möglichkeiten angepasst. Der Verein ist zwar schon über 20 Jahre "online"- nun werden wir die Neuigkeiten auch hier präsentieren. Wenn ein Beitrag umfangreich ist, dann folgen Sie dem Link "weiterlesen", um den vollständigen Text zu erhalten, ggf. auch die Bilder.

Eisenbahnmuseum im Bahnhof Bebra

Eichenberg, Altenbeken, Bebra: die Erwähnung dieser Stationen läßt auch heute noch die Augen der Eisenbahnfreunde glänzen. Hier wie dort erwartet uns viel Fern-, Nah- und Güterverkehr. In Bebra gibt es zudem zwei Museen, die eine Reise wert sind. Die Eisenbahnfreunde am Wasserturm haben wir 2020 besucht und haben dort auf 600 mm- Spur das Areal umrundet. Im Wasserturm gab es viele historische Dokumente zu sehen. Als Ergänzung, keinesfalls als Konkurrenz, ist das neue Museum im Empfangsgebäude zu verstehen. Harald Böth erinnert sich in nachfolgendem Beitrag an unseren Besuch und die ausgestellten Exponate. Zuvor noch etwas in eigener Sache: wer glaubt, Sonntags herrsche in Bebra tote Hose, der irrt. Allein in den kurzen Momenten, in denen wir Sichtkontakt zu den Gleisen hatten, passierten insgesamt vier Güterzüge den Bahnhof. Und dann der Cantus: er brachte uns sicher, pünktlich schnell, sauber und preisgünstig ans Ziel. Dank vorheriger Absprache konnten Mitfahrgelegenheiten von Zeitkarten genutzt werden, sodaß keine direkten Reisekosten entstanden. Das ersparte Geld wurde in Rahmschnitzel, Currywurst und Zwickelbier investiert ;-)

VC 01.05.2022

Die Eröffnung des Eisenbahnmuseums im auf Initiative der Stadt Bebra vor dem Abriss bewahrten Empfangsgebäude des Bahnhofs war Anlass für einen kurzfristig angesetzten Besuch am 01.05.2022. Leider fanden sich nur vier Teilnehmer ein. Die Ausstellung ist zeitlich gegliedert. Der erste Teil umfasst einen etwa 100jährigen Zeitraum vom Bau der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn bis etwa Ende des zweiten Weltkriegs. Der Fokus liegt auf der Bedeutung des Bahnhofs für die Stadt Bebra, der Darstellung über die Tätigkeit der Eisenbahner und der Schicksale von Menschen, die in den Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit über den Bahnhof gereist sind und/oder nach Flucht und Vertreibung eine neue Heimat gefunden haben.

Bahnsteigschild aus den 1940er Jahren: angezeigt wird der SFR524 (Schnellzug für Fronturlauber). Er fährt von Berlin nach Metz und benutzt dabei die Kanonenbahn im Abschnitt Malsfeld-Treysa, wie die Kursbuchtabellen beweisen. Das Kursbuch von 1943 befindet sich, zusammen mit vielen anderen, in der Vereinsbücherei.

Eine H0-Anlage, gestaltet nach Verhältnissen um 1910, zeigt die Gleisanlagen des Personenbahnhofs. Besonderer Blickfang ist das maßstäbliche Modell des Empfangsgebäudes.

Große Begeisterung herrscht unter den Mitarbeitern des Betriebswerkes, als die erste P8 in Bebra eintrifft. Es wird sogar ein Fotograf bemüht, um dieses Ereignis auf Platte zu bannen!

Der zweite Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Bundesbahnzeit, in der der Bahnhof Bebra wesentlich geprägt ist durch die Lage als Grenzstation im Eisenbahnverkehr zur DDR. Als besondere Ereignisse für den Bahnhof Bebra finden die Begegnungen von Bundeskanzler Brandt und DDR-Präsident Stoph, die in 1970 im Eisenbahnverkehr über Bebra stattfanden ihre Würdigung in der Ausstellung. Die im Laufe der Zeit eingetretenen Veränderungen an den Bahnanlagen in veranschaulicht eine zweite H0-Anlage, in der der Personenbahnhof nach den Verhältnissen der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gestaltet ist. Die Zonengrenzsituation zur DDR wird veranschaulicht durch eine dem Bahnhof Bebra im Modell gegenübergestellte Ansicht des Bahnhofs Gerstungen.

Blick von der Gilfershäuser Straße nach Westen. Der 403 fuhr in den 1970er Jahren als "Hermes" und "Albrecht Dürer" durch Bebra...

... was in der Realtität dann so aussah (Bild vom Sommer 1976)

Zusammengefasst präsentiert sich die Ausstellung als modern und liebevoll angeordnete Präsentation von Exponaten über die Eisenbahn in Bebra.

HBö 01.05.2022

Elektrisch zum Kraftwerk Kassel

Die derzeitige Versorgungslage veranlasst offensichtlich auch die Städtische Werke Energie + Wärme GmbH dazu, zu prüfen, ob die Anschlussbahn zum Fernwärmekraftwerk Kassel elektrifiziert werden sollte. Dazu hat in dieser Woche eine Versuchsfahrt stattgefunden, bei dem der fällige Kohlenzug diesmal einschließlich der Zuglokomotive (Vectron 193 583-2 der Captrain Deutschland GmbH / ITL Eisenbahngesellschaft mbH) von der DB-Lok zum Kraftwerk Kassel geschleppt wurde. Damit konnte geprüft werden, ob eine solche Zuggarnitur die Strecke befahren kann.

Das vom Autor am 30. März aufgenommene Foto zeigt links die beladenen Kohlewagen, die in jeweils Dreierpaketen von einem Gabelstapler des Kraftwerks zur Entladung gefahren werden. Währenddessen wartet rechts neben dem Bäumchen und unter dem Förderband der Vectron auf die Rückfahrt des Leerzuges Richtung Wilhelmshöhe.

Ullrich Huckfeldt, 1. April 2022

Wieder einmal: IC1959

IC1959 verkehrt nur an Freitagen und Sonntagen, und auch nur selten pünktlich. Am 6. März 2022 muss die RT1 (Wagen 701, der Erstling) in Grebenstein auf Gleis 2 die verspätete Durchfahrt von 145 577 mit ihren fünf Doppelstöckern abwarten. Die Wagenreihung ist: DBpbzfa 508086818582, DBpza 508026814741, DBpza 508026814527, DBpza 508026814535 und DApza 508016811558.

Volker Credé; 6. März 2022

Aus drei werden acht (Brücken)

Die beiden verbliebenen alten Brücken über die Wolfhager Straße werden derzeit erneuert. Im Zuge der Bauarbeiten entstanden insgesamt vier Kabel/Rohrbrücken für die Bahn-Infrastruktur. Interessant ist die (aus Harleshausen kommend) erste Brücke: über sie führen die Seilzüge vom Stellwerk Krw zu den noch vorhandenen Formsignalen.

Volker Credé; 20. Februar 2022

RRX-Ersatzverkehr

Es dürfte mittlerweile bekannt sein – die Tochter abellio der Nederlandse Spoorwegen ist pleite. Genauer gesagt: „Ende Juni 2021 begab sich Abellio mit seinen Landesgesellschaften in ein Insolvenz-Schutzschirmverfahren, nachdem die NS nicht mehr bereit war, Verluste aus dem Deutschlandgeschäft zu tragen“ [Quelle: Wikipedia]. Daher wurde vor kurzem auch der RRX Kassel – Düsseldorf (und zurück) eingestellt. Seit 17. Januar (nein! kein Geburtstagsgeschenk für den Autor) läuft jetzt ein Ersatzverkehr, bis – voraussichtlich - 22. Februar 2022. Weitere Infos und Bilder finden Sie hier

Geliebtes Heilix Blechle oder: Wie schmeiße ich mein Geld optimal zum Fenster hinaus? Ein Fahrkostenvergleich

Wie aus meiner Vortragsankündigung vor zwei Wochen und aus meinem Vortrag am 17. Dezember 2021 ersichtlich, habe ich mehrfach in diesem Jahr vor der Wahl gestanden, mit dem Auto oder dem ÖPNV zu jeweils einer Fototour zu fahren. Einmal war das die Fahrt zum Mittelteil der Weddeler Schleife, die beiden anderen Gelegenheiten waren die Fahrten zum Umleiterverkehr auf der Amerikalinie. In Hinsicht auf eine mögliche Diskussion im Bekanntenkreis hatte ich mir Gedanken zu der Kostensituation bei Nutzung verschiedener Verkehrsmittel gemacht und diese dann in Hinsicht auf diesen Plattformbeitrag erweitert. Die Betrachtung bezieht sich auf eine Fahrt nach Schnega und zurück; die Weglänge habe ich mit 620 km (hin und zurück) abgeschätzt.

Teil 1: Die MIV-Kosten
Fangen wir an, zuerst mit dem auch bei vielen Vereinsmitgliedern bevorzugten Verkehrsmittel (wie man schon aus der sonnabendlichen Belegung der Parkplätze vor dem Vereinsheim sehen kann) – s‘ Heilix Blechle: Basis der Betrachtungen ist die Huckfeldtsche Familienkutsche japanischer Fertigung mit 100 kW Systemleistung des batterieelektrischen Antriebs (Vollhybrid mit sog. Leistungsverzweiger­antrieb), zwölf Jahre alt, seit Inbetriebnahme 93738 km gefahren. Daraus resultiert eine durchschnittliche jährliche Fahrleistung von ca. 7800 km. Es treten folgende Einzelkosten in [€/km] auf:
  • Umlegung der Autokosten auf den gefahrenen Kilometer: 0,30 €/km
  • KFZ-Steuer: 0,005 €/km
  • (kein Wunder, wenn nur 38,-€ Steuern pro Jahr zu zahlen sind)
  • Versicherung: 0,06 €/km
  • Inspektion und HU (Näherungswert): 0,06 €/km
  • Benzin: 0,09 €/km
  • Gesamtkosten pro km: 0,53 €/km
Würde ich übrigens noch täglich per Auto zu Arbeit fahren, so ergäben sich aus der größeren Fahrleistung „nur noch“ Kosten von 0,51 €/km.

Teil 2: Mit „Bahn und Bus“
Bei „Bahn und Bus“ muss ich natürlich auch die Bahncard berücksichtigen. Bei einem BahnCard-Preis von 114 €, wie ich sie als „Senior“ bezahlen, und einer (angenommenen) jährlichen Fahrstrecke von 1500 km/a resultiert ein km-Preis von 0,076 €/km. Gefahren nach Schnega und zurück bin ich mit der Straßenbahn (zum Bf. Wilhelmshöhe; in DB-Fahrkarte inbegriffen), mit ICE nach Uelzen (die Platzkarten wurden preislich berücksichtigt) und dem Schienenersatzverkehrsbus. Bezahlt habe ich den Flex-Preis; zudem konnte ich einen DB-Gutschein einsetzen.
  • Bei einem Fahrpreis von 66,60 € resultiert incl. dem BahnCard-Anteil ein Fahrpreis von 0,17 €/km.
  • Lassen wir mal den Gutschein weg, so folgt ein Preis von 0,21 €/km,
also weniger als die Hälfte der Heilix-Blechle-Kosten.

Teil 3: … und die biologisch-dynamische Fortbewegung?
Gemeint ist natürlich das Fahrrad, mit einem vielleicht überraschenden Ergebnis. Das betreffende Rad dürfte wohl bekannt sein. Es wurde 2013 gekauft, wobei die Bremsen, der Sattel und die Lichtanlage gegenüber der „Serienausführung“ im Rahmen des Kauf umgebaut wurden. Zudem verfügt es über eine „preistreibende“ Schaltnabe, die in einem Kasseler Nachbardörfchen gefertigt wurde. Daraus resultiert ein
  • Beschaffungspreis von ca. 2400 €.
  • Die Fahrleistung liegt derzeit bei 9219 km. Die Gesamtkosten für Wartung,Ersatzteile (incl. Ölwechsel) betragen derzeit ca. 976€.
  • Daraus resultiert ein km-Preis von 0,37 €/km.
  • Dieser sinkt natürlich mit zunehmender Kilometerleistung. Wenn ich eine Gesamtfahrleistung von 20000 km erreichen sollte, wird er nur noch 0,22 €/km betragen (mit dem Vorgänger habe ich es auf 22600 km gebracht).


Teil 4: zum Schluss die beliebte, aber perverse Betrachtung
Laut vielfach gehörter Volksmeinung („das Auto steht doch sowieso in der Garage“ – also darf der Beschaffungspreis bei der Rechnung im Teil 1 nicht berücksichtigt werden) sehen die Zahlen für den km-Preis des Autos natürlich gaanz anders aus:
  • Umlegung der Autokosten auf den gefahren Kilometer: 0,00 €/km
  • KFZ-Steuer: 0,005 €/km
  • Versicherung: 0,06 €/km
  • Inspektion und HU (Näherungswert): 0,06 €/km
  • Benzin: 0,09 €/km
  • Gesamtkosten pro km: 0,22 €/km
Dem setzt der kostenbewusste bahnfahrende Beamte (im Ruhestand) entgegen:
  • Als Bahnfahrer kann er während der Fahrt natürlich (Eisenbahn-)Fachzeitschriften lesen oder seine Fotonotizen ergänzen.
  • Wenn er Auto fahren würde, könnte er das nicht – oder habt Ihr mal versucht, euch am Lenker bei 150 km/h auf die Lektüre des
  • Modellbahnteils im EK zu konzentrieren? Es ist mir nicht bekannt, ob jemand so etwas überlebt hat.
Wenn ich aber während der Bahnfahrt arbeiten kann, dann muss sich das auch finanziell niederschlagen. Allein während der erwähnten ICE-Fahrten nach und von Uelzen hatte ich 3,75 Stunden Zeit zu Lesen etc. Diese Zeit brauchte ich daher nicht zu Hause aufwenden. Bei einem derzeit gültigen Stundensatz von 50 €/h (Kostensatz für meine Besoldungsgruppe ohne Berücksichtigung der Arbeitsplatzausrüstung wie Stuhl, Schreibtisch, Ärmelschoner etc.) komme ich somit auf einen (virtuellen) Gewinn von 187,50 €, so dass ich – natürlich virtuell gesehen – bei der Bahnfahrt nichts bezahlt, sondern noch was dazu bekam hätte – virtuell.
Ich hoffe, Ihr nehmt Euch diesen Preisvergleich zu Herzen und kommt nicht mehr mit dem Auto zum Vereinsheim. Dann würde sogar ich dort einmal einen Parkplatz finden.

Ullrich Huckfeldt; 29. Dezember 2021

Aus Spaß wird Ernst ...

Zunächst war es nur der diesjährige Aprilscherz (siehe die beiden Beiträge im Anschluß an diesen Text), aber am 26. November wurde aus Spaß Ernst:

"Ein Supermarkt auf Schienen? In Hessen wird das Realität. Noch bis zum 11. Dezember machen die Deutsche Bahn-Tochter DB Regio, die REWE-Region Mitte und Fairtrade Deutschland mit dem „Fairen Supermarktzug“ mobil. Dort, wo normalerweise Reisende oder Pendler mit Butterstulle und Tageszeitung Platz nehmen, sind jetzt Fairtrade-, Bio- und regionale Lebensmittel platziert. Der Sonderzug besteht aus drei Einkaufswaggons und einem Bord-Bistro. Ein Ticket ist nicht notwendig. Im Supermarktzug kann von 9 bis 19 Uhr eingekauft werden. 3.000 Artikel stehen zur Auswahl. Geführt wird der Markt in allen Bahnhöfen von einem wechselnden 30-köpfigen Azubi-Team aus dem jeweiligen Verkaufsgebiet." (Webseite der REWE-Group). Am 26. und 27. November machte der REWE- Supermarkzug im Rahmen seiner Hessen-Tour auch in Kassel Hbf Station.
Spätestens, wenn ALDI auch "auf diesen Zug aufspringt", wird aus dem Aprilscherz mit den Containern Realität ;-)
Kommentar des Verfassers: Besonders zielführend wäre es, wenn auch kleinere Orte vom rollenden Supermarkt angefahren würden. Aber die haben ja leider keine Nebengleise mehr, wo solch ein Zug 10 Stunden "geparkt" werden könnte.

Volker Credé, 27. Dezember 2021

Alternatives Geschäftsmodell – die große Enttäuschung

Ja nun, liebe Shop… - wie nenne ich Euch jetzt gendergerecht: Shopper/Shoppeusen, ShopperInnen oder Shopper*innen? Egal, Ihr wißt schon, wen ich meine – jene einkaufswütigen Mitmenschen, die beim Anblick rot durchkreuzter Preisschilder oder roter Schilder „Sale“ (was immer das ist, was unter diesem Namen verkauft wird) vom „morbus einkaufensis“ – auf Deutsch „Kaufrausch“ - erfaßt werden. Ihr müßt jetzt gefasst beiben. Nix mit Cartier-Winterschlussverkauf, Mercedes-Factory-Outlet oder Hilti-Werksverkauf.
Denn:
Mein letzter Beitrag war dem 1. April geschuldet. Während das zugehörige Bild am 27. März um 14:03 Uhr entstand, entschwand gegen 14:07 Uhr die ganze Herrlichkeit schon wieder am Horizont, wie dem folgenden Bild zu entnehmen ist.

Es war wahrscheinlich doch nur eine der mitunter statt findenden Drehfahrten, wie sie vom Vereinsheim bereits in der Vergangenheit aus beobachtet werden konnten. Und links steht auch schon wieder die rauhe Wirklichkeit bzw. der harte Alltag in Form des von Hagen hergekommenen PESA-Link, der in Bälde wieder dorthin entschwinden wird.

Dr. Ullrich Huckfeldt, 4. April 2021

weitere Bilder von den Umleiterzügen…

Alternatives Geschäftsmodell der Deutschen Bahn AG

Während der Corona-Pandemie ist bekanntlich das Verkehrsaufkommen der DB – insbesondere im Personenverkehr - massiv zurück gegangen. Dies hat, wie in den letzten Tagen auch in den „Medien“ berichtet wurde, erhebliche Folgen für die Finanzen der Deutschen Bahn AG. Dazu hat man sich etwas überlegt: die Übertragung des Modells „Verkauf à la ALDI“ in bislang unentdeckte Bereiche – Verkauf von Möbeln, Elektrogeräten wie Lampen, Staubsauger, Luftfilter, Computer und Zubehör, Gartengeräten etc.. Es bietet sich gerade zu an, derlei Sachen nicht mehr in Lkws umzuladen und zu den entsprechenden Märkten bzw. Einzelhändlern zu fahren. Stattdessen plant die DB, diese Waren zukünftig in den derzeit nicht ausgelasteten Bahnhöfen direkt aus den Überseecontainern zu verkaufen. Im Rahmen der zugehörigen Planungen hat man am vergangenen Sonnabend im Kasseler Hauptbahnhof schon mal ausprobiert, ob es möglich ist, mit einem normalen Containerzug an einen Bahnsteig im Kasseler Hauptbahnhof zu fahren, um dort den Käufern einen bequemen Zugang zu den einzelnen Frachtcontainern anzubieten.

Die weitere Planungen sehen vor, in der Bahnsteigmitte einen Bauzaun aufzustellen, wobei der Eingang (mit coronagerechter Zugangsregelung) am Querbahnsteig sein wird und der Ausgang – mit dem Kassen - am westlichen Bahnsteigende. Dem Vernehmen nach werden derzeit noch ein paar alte Häuschen auf Basis der alten Bahnsteigsperren gesucht, um das Personal witterungsgeschützt unter zu bringen.

Noch n‘ Umleiter -oder: Vom Wiederaufstieg einer Hauptbahn

Neben dem Umleitungsverkehr Göttingen – Kassel bzw. Hannover – Altenbeken – Kassel im Sommer dieses Jahres gab es im Herbst eine weitere ICE-Umleitung. Dies ist zwar in Kassel nicht aufgefallen, war aber von ihrer Länge und der damit verbundenen Fahrplangestaltung wesentlich aufwendiger und daher interessanter. Anlass war die Modernisierung der Strecke Hamburg – Berlin zwischen Büchen und Berlin-Spandau, in deren Folge auch der Nahverkehr abschnittsweise eingestellt werden musste.
Die ICEs wurden, wie auch schon in der Vergangenheit, umgeleitet über Uelzen – Salzwedel - Stendal, d.h. über die alte Auswandererlinie Berlin – Bremen – Bremerhaven, die auch noch heute unter den Namen „Amerikalinie“ geführt wird. Diese Strecke ist in Zusammenhang mit der Bahnstrecke Berlin – Hannover (Köln) bis 1873 gebaut worden. Ihre ehemalige Bedeutung ist noch heute am Gleisplan des Bahnhofs Uelzen zu erkennen: die Amerikalinie wird mit einer Unterführung unter der Nord-Süd-Strecke hindurch kreuzungsfrei auf die Westseite des Bahnhofs Uelzen geführt und verlässt diesen ebenso kreuzungsfrei mit einer Westkurve in Richtung Soltau/Bremen. Auch ist sie auf weite Strecken hin absolut gerade ausgeführt und war durchgehend zweigleisig ausgebaut. Bis heute ist die Strecke bis Salzwedel eingleisig. Allerdings sind die neuen Brücken für einen zweigleisigen Betrieb vorbereitet. Auch ist es im Gegensatz zu früher möglich, von der Amerikalinie direkt auf die Strecke Hannover – Hamburg, d.h. in den Ostteil des Bf. Uelzen, zu fahren. Im Zuge der deutschen Teilung wurde auf westdeutscher Seite das zweite Gleis zuletzt im Abschnitt Uelzen – Wieren (wo die Strecke nach Wittingen - Gifhorn abzweigt) wenige Jahre vor den Wende zurück gebaut; auf der DDR-Seite war dies schon früher erfolgt. Die Errichtung der Zonengrenze bzw. der Staatsgrenze West – je nach Sicht des Betrachters – führte zu einer Unterbrechung der Strecke. Der westdeutsche Abschnitt Wieren – Schnega – Nienbergen verlor zunehmend an Bedeutung und schließlich auch den Personenverkehr. Inwieweit bis zu Grenzöffnung noch Güterverkehr bestand, entzieht sich der Kenntnis des Verfassers.
Zu dieser Strecke hat der Verfasser eine besondere Beziehung: eine Sonderfahrt mit einer „Fuffzicher“, vermutlich des Bw Uelzen, hat ihm im März 1973 zum ersten Mal auf diese Strecke gebracht. U.a. im Bahnhof Nienbergen waren an diesem Sonnabend zwei Güterwagen abzuholen, so dass 050 550-7 fast als LZ zum Bahnhof Schnega gefahren wäre – fast, wenn nicht die drei Sonderwagen für den FdE Hamburg dran gewesen wären. Bahnhof Schnega deswegen, weil dies der letzte Bahnhof vor dem Eisernen Vorhang war, in dem ein Umsetzen möglich war. In Nienbergen soll es nur noch einen Prellbock, dahinter eine Brücke, ein kurzes Stück Damm, die „Dumme“ und gleich dahinter den Ostblock gegeben haben. Bis dorthin ist die Lok als LZ gefahren, hat die Güterwagen geholt und ist dann zurück nach Schnega gekommen. Daher dürfte es verständlich sein, dass sich der Verfasser anlässlich des diesjährigen herbstlichen Umleiterverkehrs wieder in diese Gegend begeben hat. Das bedeutete: 4:15 Uhr aufstehen und ordentlich frühstücken, spätestens 5:29 Uhr in der Straßenbahn sitzen, im Bahnhof Wilhelmshöhe wenige Minuten warten, bis der ICE Richtung Uelzen bereit gestellt wird, ab 6:23 Uhr mit diesem planmäßig durchs Leinetal – ja, wirklich mit Halten in Northeim, Kreiensen etc. - bis Uelzen fahren, dort Verpflegung fassen, um 9:05 Uhr den Schienenersatzverkehrsomnibus (ein großer Sechachser) als einziger Fahrgast besteigen und 45 Minuten später in Schnega anzukommen. SEV deswegen, weil der nach Salzwedel verkehrende Regionalexpress wegen seines langen Laufweges aus zeitlichen Gründen zwischen Uelzen und Schnega nicht hält.

Bei der tagfüllenden Wanderung entstand dann u.a. das folgende Bild einer 412-Garnitur (Zug 9015) als ICE/RE 709 Hamburg - München bei der Durchfahrt durch den ehemaligen Haltepunkt Varbitz:


Vor fast 50 Jahren sah das dort aber so aus:


Vierzehn Tage später hat der Verfasser diese Anreise leicht abgewandelt noch einmal gemacht; lediglich die Busfahrt (mit der gleichen Anzahl von Fahrgästen – einem) dauerte diesmal anderthalb Stunden, weil es bis Salzwedel ging. Dort entstand dann dieses Foto vom ausgelasteten Bahnhof der Hansestadt Salzwedel – von links nach rechts: Regionalexpress Magdeburg – Salzwedel – Magdeburg, 401er mit ICE 1604 Hamburg - München, ein 415-Garnitur als ICE 1604 Nürnberg - Hamburg und im Rücken des Fotografen ein auf Durchfahrt wartender Güterzug:

Wie man sieht: die Hauptbahn ist jetzt wieder richtige Hauptbahn mit intensivem Fernverkehr, jedenfalls war sie bis zum 11. Dezember dieses Jahres.
Die Rückfahrt erfolgte diesmal mit dem Regionalexpress – weißer ET mit roter Bauchbinde -, mit Sitzplatzreservierung und einer Fahrzeit von nur 30 Minuten nach Uelzen und von dort, wie vierzehn Tage zuvor, weiter mit einem ziemlich leeren und in Kassel endenden ICE Baureihe 411. Und wenn Sie sich fragen, warum der Verfasser das nicht per Auto gemacht hat – die Begründung kommt demnächst an dieser Stelle.

Ullrich Huckfeldt; 12. Dezember 2021

hier der Bericht im Format PDF

Fahrt zum Gemeinschaftskraftwerk an der Dennhäuser Straße vor 50 Jahren

Am 20. November 1971 begaben sich die Eisenbahnfreunde Kassel mit den Wagen KN5 und KN13 auf die Reise, um die Strecke, das Kraftwerk, den Bahnbetrieb und die Kohleentladung zu besichtigen. EFK- Mitglied Horst Kühnhackl war dabei und hat die Stationen der Fahrt dokumentiert.

Bilder von der Fahrt im Format PDF

Na endlich!

Die weisse 13 pendelt nun schon seit zwei Wochen zwischen Gotha und Köln. Am letzten Tag des Oktober wurde nachmittags das Wetter doch noch einigermaßen schön, sodaß dieses Bild im Diemeltal zwischen Eberschütz und Lamerden aufgenommen werden konnte.

Volker Credé, 31. Oktober 2021

Nachdem bereits die ersten Loks der Reihe 101 verschrottet wurden, hat sich die DB endlich entschlossen, zumindest einer Lok eine produkttypische Folierung zu spendieren. Anlass ist der 50te Geburtstag der Gattung InterCity.
Am Vormittag des 24. Oktober schleppte 101 013 den IC2156 (bestehend aus Bpmz 61 80 20-91 364-5, Bpmmbz 61 80 29-91 307-5, Bvmmsz 61 80 21-90 933-7, Bpmmz 61 80 20-91 559-0 und dem Steuerwagen Bpmmbdzf 61 80 80-91 119-0) nach Köln. Ein Wagen erster Klasse war an diesem Tag nicht im Zug, gewschweige denn ein Restaurant oder Bistro. Aus den +2 Minuten in Wilhelmshöhe sollten dann +40 Minuten am Zielbahnhof werden.
Trotz (oder wegen) der mangelhaften Ausleuchtung wirkt die weisse Lok vor weissem Hintergrund gespenstisch.

Volker Credé, 24. Oktober 2021

Schutz vor Infektion mit dem Corona- Virus

  • Zutritt zu den Vereinsräumen haben Personen, die vollständig geimpft sind. *) Die Impfung ist nachzuweisen.
  • Wer noch keinen vollständigen Impfschutz besitzen sollte, der muss nach den derzeitigen Regeln einen negativen Test (Schnelltest mit Bescheinigung, kein Selbsttest) mitbringen, der nicht älter als 24 Stunden ist.
  • Über die Mitglieder mit vollständigem Impfschutz *) führen wir eine Liste , damit wir nicht bei jedem Besuch im Clubhaus den Impfpass kontrollieren müssen.
  • Die Regeln zum Abstandhalten, Lüften und zur Hygiene bleiben erhalten.
  • Wir empfehlen das Tragen einer FFP2- Maske im Clubhaus, um die Übertragung der Viren möglichst einzuschränken.
  • Wer in 2021 eine Covid-19- Infektion durchgemacht hat, der ist Geimpften gleichgestellt.
  • Eine Anwesenheitsliste wird geführt. Die Eintragung ist verpflichtend.
*) der vollständige Impfschutz ist 14 Tage nach Erhalt der Impfung [bei nur einmaliger Impfung, z.B. mit Johnson&Johnson-Serum] bzw. der zweiten Impfung [alle anderen Impfstoffe] erreicht.

Volker Credé, Vorsitzender, 8. September 2021

Das wars!

Am Rand des Rangierbahnhofes werden derzeit drei 628.4/928.4- Fahrzeuge der Kurhessenbahn zerlegt. Mit einem Baujahr von 1993 sind sie gerade einmal 28 Jahre alt geworden.

Volker Credé, 18. September 2021

weitere Bilder der Verschrottung

Hamsterbacke im neuen Lack

Bekannte Farbgebung, bekannes Fahrzeug. Neu ist die Kombination aus 1442 ("Hamsterbacke") und Cantus- Lackierung - gesehen am 9. September auf dem Kasseler Hbf.

Volker Credé, 9. September 2021

Wichtige Mitteilung von Eurem Kassenwart:

Wie in den Vorjahren sollte auch in diesem Jahr der Beitragseinzug 2021 für die Mitglieder (damit ist auch das einzige weibliche gemeint) zum 15.07.2021 erfolgen. Es war termingerecht vorbereitet, konnte aber durch ein technisches Problem mit dem Rechner nicht zeitgerecht ausgeführt werden. Ich bitte um Entschuldigung und um Verständnis, wenn der Beitragseinzug nun mit Termin zum 30.08.2021 nachgeholt wird.
Euer Kassenwart Harald Böth

Vor 40 Jahren: Zugunglück Wels am 27.08.1981

Am 27. August 1981 ereignete sich im österreichischen Knoten Wels ein schweres Zugunglück. Der D220 "Donau- Kurier" mit 111 109 (Henschel 32162, 1978) stieß frontal auf einen Güterzug, der von 1042 560 (ELIN 71125, 1975) geführt wurde. 165 Menschen wurden, teileweise schwer, verletzt, einer getötet. Eisenbahnfreund Fritz Gieße verbrachte damals seinen Sommerurlaub in der Nähe und fotografierte diese bedrückenden Szenen.
weiterlesen…

Vor 25 Jahren: Ausflug nach Jena am 29.06.1996

Im Sommer 1996 ging es für die Eisenbahnfreunde Kassel zur Straßenbahn in Jena. Die Fahrt wurde von Dr. Ullrich Huckfeldt organisiert. Unser Mitglied Dr. Robert Petzold hat an dem Tag fotografiert. In seinem Nachlass befindet sich ein Album, dessen Bilder eingescannt wurden und hier zu sehen sind.

Wir sind wieder da!

Liebe Eisenbahnfreundinnen und Eisenbahnfreunde,
hinter uns liegen 15 aufregende und entbehrungsreiche Monate. Seit unserer Fahrt nach Einbeck durften wir uns nicht mehr im Verein zusammenfinden- ausgenommen zum Gänseessen im „Homeoffice“. Nun sind aber bereits viele Mitglieder geimpft, im Juli werden sie auch die zweite Impfung erhalten haben. Nach den derzeitigen Regeln dürfen sich diese Personen dann auch wieder zusammenfinden. Das wollen wir natürlich auch tun!
Vorbehaltlich einer neuerlichen Einschränkung durch die Behörden wird also das Clubhaus ab dem 3. Juli wieder wie gewohnt von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet sein.
  • Zutritt zu den Vereinsräumen haben Personen, die vollständig geimpft sind. *) Die Impfung ist nachzuweisen.
  • Wer noch keinen vollständigen Impfschutz besitzen sollte, der muss nach den derzeitigen Regeln einen negativen Test (Schnelltest mit Bescheinigung, kein Selbsttest) mitbringen, der nicht älter als 24 Stunden ist.
  • Über die Mitglieder mit vollständigem Impfschutz *) würden wir, wenn sie zustimmen, eine Liste führen, damit wir nicht bei jedem Besuch im Clubhaus den Impfpass vorlegen müssen.
  • Die Regeln zum Abstandhalten, Lüften und zur Hygiene bleiben erhalten.
  • Wir empfehlen das Tragen einer FFP2- Maske im Clubhaus, um die Übertragung der Viren möglichst einzuschränken.
  • Wer in 2021 eine Covid-19- Infektion durchgemacht hat, der ist Geimpften gleichgestellt. Wie dies dokumentiert wird, ist derzeit noch nicht klar (europäische Impfbescheinigung ?). Wir handeln nach der aktuellen Gesetzeslage.
  • *) der vollständige Impfschutz ist 14 Tage nach Erhalt der Impfung [bei nur einmaliger Impfung, z.B. mit Johnson&Johnson-Serum] bzw. der zweiten Impfung [alle anderen Impfstoffe] erreicht.
Im September starten wir mit einem Clubabend von Dr. Ullrich Huckfeldt. Am Tag der Deutschen Einheit nehmen wir den vierten Anlauf, um bei der Stadtwanderung durch Marburg nach Spuren der alten Straßenbahnlinie zu suchen.

Am 22. Oktober holen wir dann die Mitgliederversammlung nach, die für den Februar 2021 vorgesehen war.

Weitere Termine finden sie auf der Homepage der EFK unter „Termine“.

Der Vorstand dankt allen Mitgliedern, dass sie dem Verein treu geblieben sind. Wir freuen uns auf die neuen Freiheiten, die wir im Sinne unseres gemeinsamen Hobbys genießen wollen.

Volker Credé, 12. Juni 2021

(Raus) aus der Bücherei

Wir brauchen Platz in der Bücherei. Wir wollen uns (wieder einmal) von doppelten Büchern trennen. Hier die Liste:
Gegen einen kleinen Beitrag in die "Neubeschaffungsspardose" abzugeben sind:
Weisbrod/Pentznick Baureihe 01
Messerschmidt Bilddokumente der Dampflokomotiven
Bundesbahn- Album 1945-1960
Die große Welt der Eisenbahn
Die Straßenbahnen in der DDR
Einführung in die Kenntnis der Signal- und Fernmeldeanlagen
Eisenbahn- Atlas DDR
Eisenbahn- Jahrbuch 1978 1978
Buddenberg Eisenbahn- Signalanlagen
Eisenbahnen und Eisenbahner zwischen 1931 und 1935
Fernmeldedienst
Fernsprech- und Fernschreibanlagen
Fragen und Antoerten aus der Fernmeldetechnik
Stellwerks- und Blockanlagen 1945
Stellwerks- und Blockanlagen 1936
Unterhaltung und Erneuerung des Oberbaus
Bei Interesse bitte an den Vorstand wenden!

Nach der Umleitung...

... gibt es immer noch sehenswerte (und fotografierenswerte) Züge auf der Warburger Strecke: das Zugpaar IC1952/1959 wird an Freitagen und Sonntagen immer noch mit IC2 der ersten Generation (mit 146.5, hier 146 558 am 25.7. bei Mönchehof) gefahren.

Volker Credé, 27. Juli 2021

Der BASA- Bunker ...

... wurde 1944 hochgezogen. Der "Kellerfund" enthält einige interessante Details: für den Bau wurde eine hölzerne Arbeitsplattform errichtet, das spätere "DSG-Gebäude" (in dem sich heute unsere Clubräume befinden) ist am linken Bildrand zu sehen und auf Gleis 2 steht ein Gefangenentransportwagen. Weiter Bilder aus dem Fund folgen.

Volker Credé, 1. Juli 2021

Zwischen Esse und Diemel ...

... schleicht ICE776 auf 170 Jahre alten Schienenwegen gen Oldenburg. Wir schreiben den 17. Juni 2021, 19:25 Uhr. Standort ist der Berg "Dingel" bei Hümme. Man kann Hofgeismar erkennen und, am oberen Bildrand, die Burg Grebenstein. Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass wir hier einen "Schrumpf-ICE" vor uns haben, d.h. er hat nur neun statt 12 Mittelwagen.

Volker Credé, 17. Juni 2021

Eröffnung der Neubaustrecke vor 30 Jahren

Im Jahr 1981 fand die Grundsteinlegung für das erste Bauwerk der NBS in Kassel statt, eine Überführung für die Gütergleise aus Warburg im nördlichen Bereich des Rangierbahnhofes. Zehn Jahre lang wurden die Gleisanlagen nun Schritt für Schritt an die neuen Erfordernisse angepasst, zuletzt dann hinter Lärmschutzwällen und -wänden gut versteckt. Der Bahnhof Kassel- Kirchditmold, unser ehemaliges Clubhaus, fiel einem solchen Wall zum Opfer.

Knapp zehn Jahre später, am 29. Mai 1991, wurde der Bahnhof Wilhelmshöhe und die Gesamtstrecke dem Betrieb übergeben. Aus fünf Richtungen fuhr jeweils ein ICE auf die neue Station zu. Hier wird das "Südliche" Trio von Lok 206 des Hessencourrier begrüßt. Foto: Dr. J. M. Lipsius.

Durch geschickte Choreograpie des Betriebsleiters Harald Dölle erreichten sie annährend gleichzeitig ihre Bahnsteige. Ein sechster Zug kam kurze Zeit später hinzu, wie die beiden Bilder unseres Mitglieds Dr. M. J. Lipsius zeigen.

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Die Umleitung zur Umleitung

Am 31. Mai war nicht nur die NBS zu, sondern auch die Ausweichstrecke durchs Fuladatal. Es kam zur (Umleitung)² über Warburg- Altenbeken- Hameln.

ICE 576 suchte und fand seinen Weg aus dem Kasseler Talkessel heraus, passierte Mönchehof und wurde dabei erwischt von ...

Volker Credé, 31. Mai 2021

IC2082/2083: neuer Weg, alte Länge

Der IC2082/2083 ist der König unter den ICs in Nordhessen. Die letzten Monate fuhr er allerdings auf sechs Wagen verkürzt (der Zugteil von/nach Oberstdorf war nicht dabei) und der Laufweg über die NBS ist für Fotografen sowieso nicht sonderlich attraktiv.

Nun ist alles anders: umleitungsbedingt nutzt der "Königsee" die Route über Altenbeken (Kurve)- und seine ursprüngliche Länge von 11 Wagen hat er auch wieder. Das Bild zeigt den IC2083 bei der fotografierfreundlichen Schleichfahrt durch Mönchehof am 28. Mai 2021 mit "+20". Grund war eine vorausfahrende RT.


Volker Credé, 24. Mai 2021

Verachtet mir den „Weissen Cantus“ nicht!

Frei nach Hans Sachs möchte ich heute sagen: „Verachtet mir den Weissen Cantus nicht!“
Es gibt neben der derzeitigen Umleitungssituation auch noch anderen Besonderheiten in unserer Gegend, die derzeit beachtenswert sind. Dazu gehört sicherlich der – gestern anlässlich eines Treffens bei Obernjesa von einem Hobbykollegen so genannte - „Weisse Cantus“, der unter all den blau-grau-orangenen Cantussen (oder sagt man „Cantaten“?) auffällt:

Ich hatte ihn bereits in der Vorwoche in der Südwestwand der Gertenbacher Alpen zwar gesehen, aber wegen des plötzlichen Erscheinens nicht aufnehmen können. Gestern jedoch klappte es im Bahnhof Friedland. Dort wartete ich – von Göttingen zu Fuß her gekommen – auf meinen Zug nach Ihringshausen, als der ET 130 der Berchtesgadener Land Bahn für den planmäßigen Halt abbremste. In beiden Fällen fuhren diese Triebwagen als RB 24056 Kassel Hbf (ab 16:14 Uhr) nach Göttingen (an 17:19 Uhr). Bekanntlich hat die cantus Verkehrsgesellschaft derzeit wegen Triebfahrzeugmangels zwei dieser Triebwagen von der Berchtesgadener Land Bahn ausgeliehen.


Ullrich Huckfeldt, 21. Mai 2021

Dr. Ullrich Huckfeldt, 1. April 2021